From filthy hands and ... famished mouth
170 x 30 x 30 cm
Maßstab, Bodenputztuch, Glas, Wasser, Kopien (Heinrich Popitz, "Phänomene der Macht")
Die Idee der Säuberung hat für Hosa auch am Rande mit seinem Urthema zu tun: Seit Jahren setzt er sich künstlerisch und theoretisch mit Gewalt auseinander, weiß bestens über soziologische und philosophische Theorien Bescheid. Allerdings hat er den Eindruck, dass diese immer schwammiger werden, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Einen der führenden Theoretiker auf diesem Gebiet, den Soziologen Heinrich Popitz würdigt Hosa sogar - wenn auch kritisch: Seine Installation "from filthy hands and…famished mouth" besteht aus einem mannshohen Maßstab, auf dem ein nasser und dreckiger Ausreibfetzen hängt - und tropft. Ein Teil des Aufwaschwassers wird von einem Glas aufgefangen, der Großteil jedoch von einer Kopie von Popitz' Buch "Phänomene der Macht": Die Theorie verwässert buchstäblich zunehmend. Die Höhe des Maßstabes ist typisch für Hosa: Oft setzt er in seinen Arbeiten den menschlichen Körper oder Teile davon in Maßeinheiten um - wie er es zum Beispiel in seinem mit Kunstblut gefüllten Kübel tat: Die Menge von etwa sechs Litern entspricht der Menge an Blut, die der Mensch im Körper hat.
Nina Schedlmayer
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